Was können mögliche Anzeichen von zu wenig Tiefschlaf sein?
In diesem Artikel erfährst du, welche Anzeichen auf zu wenig Tiefschlaf hindeuten können, wie Tiefschlaf im Schlafzyklus einzuordnen ist und wann ärztlicher Rat sinnvoll sein kann.
Der Tiefschlaf ist eine besonders wichtige Schlafphase. In ihr erholt sich dein Körper intensiv, das Immunsystem wird unterstützt und körperliche Regeneration findet statt. Wird über längere Zeit zu wenig Tiefschlaf erreicht, kann sich das auf dein Befinden am Tag auswirken.
Mögliche Anzeichen:
Ein häufiges Anzeichen für zu wenig Tiefschlaf ist, dass du dich tagsüber müde, erschöpft oder abgeschlagen fühlst, auch dann, wenn du vermeintlich ausreichend lange geschlafen hast. Manche Menschen berichten zudem über eine ausgeprägte Tagesschläfrigkeit, bei der sie leicht einnicken könnten, zum Beispiel beim Lesen, Fernsehen oder in ruhigen Situationen. Auch morgendliche Kopfschmerzen können ein mögliches Anzeichen sein.
Mögliche Ursachen:
Bei manchen Personen lässt sich keine klare Ursache für einen Mangel an Tiefschlaf erkennen. In anderen Fällen können schlafbezogene Atemstörungen, wie zum Beispiel eine obstruktive Schlafapnoe (OSA), eine Rolle spielen. Dabei kommt es nachts wiederholt zu Atemaussetzern, oft begleitet von lautem Schnarchen. Die Betroffenen wachen unbewusst mehrfach auf, ohne sich am nächsten Tag daran zu erinnern. Dadurch bleibt der Schlaf insgesamt sehr oberflächlich und wenig erholsam.
Tiefschlaf im Schlafzyklus:
Ein Schlafzyklus dauert im Durchschnitt etwa 90 Minuten und umfasst alle Schlafphasen. Pro Nacht werden mehrere solcher Zyklen durchlaufen. Zu Beginn der Nacht ist der Anteil des Tiefschlafs besonders hoch, während der REM-Schlaf noch kürzer ist. Gegen Morgen nimmt der Tiefschlafanteil ab, während der REM-Schlaf länger wird.
Wichtig zu wissen: Auch bei kürzerer Schlafdauer wird zunächst verhältnismäßig viel Tiefschlaf erreicht, da der Körper diese Phase priorisiert.
Veränderungen mit dem Alter:
Der Anteil des Tiefschlafs verändert sich im Laufe des Lebens. Während bei jüngeren Erwachsenen der Tiefschlaf noch einen größeren Anteil am Gesamtschlaf ausmacht, nimmt er mit zunehmendem Alter ab. Zwischen etwa 30 und 80 Jahren sinkt der Tiefschlafanteil deutlich. Gleichzeitig wird der Schlaf insgesamt leichter, das Einschlafen dauert länger, nächtliches Erwachen tritt häufiger auf und auch die Schlafeffizienz kann abnehmen. Diese Veränderungen sind ein normaler Teil des Älterwerdens.
Wann solltest du ärztlichen Rat einholen?
Wenn du über einen längeren Zeitraum unter starker Tagesmüdigkeit, Abgeschlagenheit oder Erschöpfung leidest, kann es sinnvoll sein, dies mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu besprechen. So lässt sich klären, ob eine behandlungsbedürftige Ursache vorliegt und welche nächsten Schritte hilfreich sein können.
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