Was ist bei der Bettzeitverkürzung zu beachten?
In diesem Artikel erfährst du, worauf du bei der Bettzeitverkürzung achten solltest, wie du mit Müdigkeit umgehst und wann es sinnvoll ist, Unterstützung zu suchen.
Die Bettzeitverkürzung gehört zu den wirksamsten Maßnahmen im Schlaftraining. Sie hilft dabei, den Schlaf zu stabilisieren, die Schlafeffizienz zu verbessern und das Bett wieder klar mit Schlaf und Erholung zu verknüpfen. Gleichzeitig kann die Umstellung herausfordernd sein. Deshalb gibt es einige wichtige Punkte, die du beachten solltest.
Wann solltest du mit der Bettzeitverkürzung beginnen?
Für den Start empfiehlt es sich, einen Zeitraum zu wählen, in dem du möglichst wenige zusätzliche Belastungen hast, zum Beispiel eine ruhigere Woche ohne größere Termine, Prüfungen oder besondere Verpflichtungen. Das erleichtert dir die Umstellung und gibt deinem Körper Zeit, sich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen.
Wenn du dich in ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung befindest, kann es sinnvoll sein, deine behandelnde Fachperson darüber zu informieren, dass du eine Bettzeitverkürzung durchführst.
Was tun, wenn du dich sehr müde fühlst?
Gerade in den ersten Tagen der Bettzeitverkürzung kann es vorkommen, dass du dich schläfriger, weniger konzentriert oder insgesamt weniger leistungsfähig fühlst. Das ist zunächst normal und Teil des Anpassungsprozesses.
Achte in dieser Phase besonders gut auf dich. Verzichte vorübergehend auf Tätigkeiten, bei denen starke Müdigkeit ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte, zum Beispiel Autofahren, Fahrradfahren im Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen.
Wenn die Müdigkeit sehr ausgeprägt ist oder dich im Alltag stark einschränkt, kannst du das Training vorübergehend anpassen:
- Ein kurzer Powernap von etwa 20 Minuten am frühen Nachmittag (möglichst vor 14 Uhr) kann entlastend wirken.
- Auch eine vorübergehende Verlängerung des Schlaffensters, zum Beispiel um etwa 30 Minuten, kann eine Möglichkeit sein. Diese Anpassung kann unabhängig von den im Training angezeigten Empfehlungen erfolgen, etwa nach eigenem Ermessen oder in Absprache mit einer Fachperson.
Wichtig ist, dass du das Schlaffenster weiterhin als Orientierung nutzt, um deinem Körper zu helfen, einen regelmäßigen Schlafrhythmus aufzubauen.
Wann solltest du reagieren?
Wenn du über einen längeren Zeitraum stark erschöpft bist oder sich dein Befinden deutlich verschlechtert, nimm diese Signale ernst. In diesem Fall ist es sinnvoll, dich mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer anderen Fachperson auszutauschen.
In akuten Krisensituationen, insbesondere wenn Suizidgedanken oder -absichten auftreten, solltest du das Schlaftraining und die Bettzeitverkürzung sofort unterbrechen und dir umgehend Unterstützung holen. Weitere Hinweise dazu findest du im Artikel „Ich habe Beschwerden, die über Schlafprobleme hinausgehen.”
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