Frau betrachtet somnio auf ihrem Smartphone

Behandlungsansatz von somnio

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) empfiehlt bei erwachsenen Insomnie-Patient:innen die kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (KVT-I) als erste Behandlungsmethode. somnio wurde auf Basis dieser Therapieform entwickelt. Im Rahmen der KVT-I lernst du unter anderem schlafförderliche Verhaltensweisen zu etablieren, Schlafzeiten zu optimieren und schlafstörende innere Einstellungen durch schlafförderliche zu ersetzen. Ziel von somnio ist es, die Insomnie-Symptomatik von Betroffenen zu reduzieren. 

somnio hilft dir dabei: 

  • deine Schlafprobleme zu verstehen und richtig einzuordnen.​
  • mit kreisenden Gedanken und Grübeln umzugehen.
  • Entspannungstechniken für schnelleres Einschlafen zu erlernen​.
  • deine Schlafzeiten zu optimieren.
  • deine Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit für den Tag zu steigern.
  • mithilfe eines digitalen Schlaftagebuchs deine Schlafzeiten zu dokumentieren und den Verlauf zu analysieren.

somnio ist als digitale Gesundheitsanwendung ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt, das die Inhalte aus der kognitiven Verhaltenstherapie bei Insomnie (KVT-I) digital umsetzt. Die verschiedenen Methoden setzen jeweils an verschiedenen Punkten des „Teufelskreis der Insomnie” an:

Grafik Teufelskreis Insomnie

Inhalte von somnio

Innerhalb von somnio kommen ausschließlich Methoden aus der schlafmedizinischen Forschung zum Einsatz. Dabei gliedert sich somnio in 12 verschiedene interaktive Module, welche die Nutzer:innen angeleitet nacheinander durchlaufen:

Im ersten Modul stellt sich der Schlafexperte Albert vor und erfragt Details zum aktuellen Schlaf und zu Art und Ausmaß der Schlafbeschwerden der Nutzer:innen.

Im Modul Schlaftagebuch wird das zentrale Instrument des Schlaftrainings erstmals eingeführt und erläutert: das digitale Schlaftagebuch. Es besteht aus dem Morgen- und dem Abendprotokoll. Auf dieser Grundlage erfolgt die Analyse der Schlafentwicklung (Bettzeit, Schlafzeit und Schlafeffizienz).

Wichtige Informationen rund um das Thema Schlaf werden vermittelt. Dazu zählen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu den Schlafphasen, dem Schlafrhythmus, der optimalen Schlafmenge und weitere essenzielle Grundlagen. So werden auch falsche Vorstellungen über den Schlaf korrigiert und schlafhinderliche Ängste und Sorgen abgebaut.

Erlerntes Wissen, welches innerhalb von somnio bisher vermittelt wurde, wird hier abgefragt, aktiv angewendet und gefestigt.

Die Nutzer:innen erfahren, was genau eine Schlafstörung ist, wie häufig sie vorkommt, welche Ursachen sie haben kann und wie sie sich aufrechterhält. Zudem wird ein individueller Insomnie-Kreislauf erstellt.

In diesem Modul wird die Relevanz eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus vermittelt. Die Nutzer:innen lernen die Bedeutung der Bettzeitverkürzung für die Behandlung von Ein- und Durchschlafproblemen kennen. Auf Basis der bisherigen Schlaftagebuchdaten und der Ergebnisse aus dem Schlaftypen-Test wird ein Schlaffenster vorgeschlagen. Der digitale Schlafexperte geht in diesem Modul intensiv auf mögliche Einwände der Nutzer:innen ein, da die Verkürzung der Bettzeit für viele eine Herausforderung darstellt.

In diesem Modul werden wirksame Entspannungstechniken, wie z.B. die progressive Muskelentspannung (PME) eingeübt. Die PME hat sich insbesondere zur Verkürzung der Einschlafzeit bewährt. 

In diesem Modul lernen die Patient:innen alles Wichtige über die zahlreichen Faktoren, die den Schlaf positiv oder negativ beeinflussen können („Schlafhygiene-Regeln”). Falsche Vorstellungen werden korrigiert und der digitale Schlafexperte unterstützt dabei, schlafförderliche Verhaltensweisen im Alltag zu integrieren. Des Weiteren werden in diesem Modul die Methoden der Stimuluskontrolle erläutert und eingeführt.

Ziel des Moduls ist es, schlafhinderliche Gedanken der Patient:innen zu identifizieren und einen schlafförderlichen Umgang mit diesen einzuüben. Bei dieser „kognitiven Umstrukturierung” sollen unrealistische Erwartungen in Bezug auf den Schlaf und falsche Vorstellungen über die Schlafstörung aufgezeigt und verändert werden.

Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen typische Alltagssituationen, bei denen Betroffene häufig sogenanntes Sicherheitsverhalten zeigen. Der Umgang mit den entsprechenden Situationen wird anschließend thematisiert.

Die Patient:innen erhalten hier einen umfassenden Rückblick. In einem Quiz können sie ihr erlerntes Wissen noch einmal selbst überprüfen.

Nach Abschluss der relevanten Module aus der KVT-I wird der Verlauf der wichtigsten Schlafparameter und der Insomnie-Symptome in regelmäßigen Abständen erneut evaluiert.

Gemeinsam mit dem digitalen Schlafcoach erfassen die Nutzer:innen immer wieder Ergebnisse zum eigenen Schlafverhalten bzw. zur Schlafveränderung und es erfolgt eine Analyse, ob die Nutzer:innen den persönlichen Zielen zur Schlafverbesserung näherkommen.

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