So schläft Deutschland: Neue Umfrage benennt Stress und Sorgen als größte Schlafräuber
Eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Stiftung Schlaf zeigt: Die größten Schlafstörer in Deutschland sind nicht unbequeme Matratzen oder zu viel Bildschirmzeit. Fast die Hälfte der ca. 1000 Befragten (47%) nennt Alltagssorgen als Grund für schlechten Schlaf, gefolgt von beruflichem Stress und gesundheitlichen Beschwerden.
Schlafprobleme sind auch abhängig von aktueller Lebenssituation
Laut aktueller Forsa-Umfrage hat nur etwa jede zehnte befragte erwachsene Person einen guten Schlaf und gibt an, dass ihr Schlaf nicht gestört ist. Für die große Mehrheit gehören unruhige Nächte zum Alltag.
Vor allem Menschen im Berufsleben leiden unter Stress. Bei den insgesamt 41 Prozent der Befragten, die berufliche Belastungen als Hauptursache für ihre Schlafprobleme nennen, liegen vor allem die 30- bis 44-Jährigen ganz vorn mit 59 Prozent; auch in der Gruppe der 45- bis 59-Jährigen benennt mehr als jede:r Zweite beruflichen Stress als wichtigen Schlafräuber (56 Prozent).
Für Eltern sind häufig zusätzliche Betreuungspflichten ein Grund für unruhige Nächte. In Haushalten mit Kindern nennen 39 Prozent aller Befragten Kinder und Betreuungspflichten als Faktor, der ihren Schlaf beeinträchtigt.
Mit zunehmendem Alter verschiebt sich der Fokus stärker auf gesundheitliche Beschwerden als Ursache für schlechten Schlaf. Fast die Hälfte der über 60-Jährigen (49 %) nennt gesundheitliche Probleme als Ursache für Ein- und Durchschlafstörungen. Zum Vergleich: In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen rangieren gesundheitliche Beschwerden in der Liste der Schlafräuber mit 16 Prozent weiter hinten.
Wärmekissen & Co: Schlafhelfer und persönliche Abendrituale
Um besser einzuschlafen, setzen viele Menschen auf feste Rituale. Fernsehen, Lesen, Podcasts, Entspannungsübungen oder eine Tasse Tee gehören laut der aktuellen Forsa-Umfrage für viele zur Abendroutine. Als „Schlafhelfer“ kommen zum Beispiel Decken oder Wärmekissen, Lieblingskissen und Kuscheltiere zum Einsatz und sollen für mehr Ruhe sorgen. Drei Viertel der Befragten (75%) geben an, auf solche Begleiter beim Einschlafen nicht verzichten zu wollen.
Bei der Wahl des Abendrituals sollte laut Forschung darauf geachtet werden, dass nicht nur die Screentime an sich vorm Schlafengehen reduziert oder vermieden wird, sondern auch keine aufwühlenden Inhalte konsumiert werden.
Grundlegende Regeln einer guten Schlafhygiene können bereits dabei helfen, einen guten Schlaf zu finden. Wenn der Schlaf allerdings über mehrere Wochen an mindestens drei Nächten pro Woche nicht erholsam ist, kann eine Insomnie vorliegen. Die Betroffenen leiden dann unter Ein- oder Durchschlafstörungen und/oder vorzeitigem Erwachen und anhaltender Müdigkeit, verminderter Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, Reizbarkeit und Sorgen über den eigenen Schlaf. Behandlungsbedürftig wird die Insomnie durch ihre Beständigkeit und den Leidensdruck, den sie bei den Betroffenen auslöst – trotz ausreichender Schlafgelegenheit.
Kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie: Empfohlene Behandlungsmethode auch digital verfügbar
Zur Behandlung einer Insomnie gilt die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) als Methode der ersten Wahl, noch bevor Schlafmedikamente zum Einsatz kommen sollten. Im Gegensatz zu Schlafmitteln, die häufig nur die Symptome der Schlafprobleme überdecken, setzt die KVT bei den Ursachen der Schlafstörungen an. Sie hilft dabei, die Denk- und Verhaltensmuster zu verändern, die Schlafprobleme aufrecht erhalten. Die Schlaf-App somnio setzt die KVT-I digital um und ermöglicht Betroffenen einer Insomnie einen orts- und zeitunabhängigen, direkten Zugang zu dieser nachweislich wirksamen Behandlungsmethode. Alle gesetzlichen und die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für somnio.
Quellen:
Jennifer Schuffelen, Leonie F Maurer, Noah Lorenz, Alexander Rötger, Reinhard Pietrowsky, Annika Gieselmann, The clinical effects of digital cognitive behavioral therapy for insomnia in a heterogenous study sample: results from a randomized controlled trial, Sleep, Volume 46, Issue 11, November 2023, zsad184, https://doi.org/10.1093/sleep/zsad184




